The Club 2016

Inklusion, Kommunikation, Autismus und eine Social Club

«Wie kann ich mit Menschen kommunizieren, die in ihrer Kommunikation eingeschränkt sind?

Wie kann ich eine Gruppe von solchen Menschen in einem hochkommunikativen Rahmen ebenbürtig einschliessen?»

Daniel Eisenhuts Inklusions-Kunst-Projekt aus 2016 widmete sich dem Thema Autismus:

„Mit dem Projekt „the Club“  kann ich – wenn auch nur mit Bildern – einen sozialen Rahmen erschaffen, wo alle eine ebenbürtige Mitsprache haben, egal ob mit Autismus oder ohne“, sagte der Künstler.

Nach grenzüberschreitenden Inklusions-Kunstprojekten mit Syrischen und Schweizer Kindern und mit LGBT-Leuten in Belarus testete 2016 Eisenhut sein Grenzen erneut, indem er Menschen mit und ohne Autismus portraitierte und so durch Kunst einen „Social Club“ in der Tradition wie die Lions, Rotarier oder die der Round Table kreierte.

M. Huber, ein von Autismus Betroffener, sagt über das Projekt:

„Daniel Eisenhut lädt mit seinem Projekt zum runden Tisch ein auf eine Weise, dass auch Menschen mit Autismus sich als erwünscht erkennen und erleben.“

Das Projekt wurde mit enger Unterstützung von Autismus Deutsche Schweiz und der Round Table Zürich sowie JCI Zürich und Zürichsee (Junge Wirtschaftskammer Schweiz) erarbeitet.  

Persönliche Motivation

Inklusion, langer Zeit kannte ich das Wort nicht, sie wurde mir von einer meines ersten Modells den ich für dieses Projekt portraitiert habe vorgestellt.

Sein Name; Mathias, er ist ein Berater bei einem Berner Kantonalamt, um die 50j und Autist. In Meiner Alltag zwischen Meetings, Networking, Dating ect. Treffe ich kaum Leute wie Matthias,  geschweige mit ihnen zu reden und mit ihrem Alltag auseinander zu setzen.

Je mehr das ich mich in dieses Projekt vertiefe desto versteh ich die Wirkung dass es auf mich persönlich und auf alle Teilnehmer hat.

Wir sehen einender, wir nehmen einander wahr.  

Kunst ermöglicht Sachen zu kreieren, die es eigentlich nicht gibt. Sie gibt mir auch die Freiheit dorthin zu schauen, wo ich sonst nicht hinschauen würde und stellt mir immer wieder Fragen, die ich nur mit Kunstwerken beantworten kann. Mit diesem Projekt ermöglicht auch wenn nur im geistigen sinne, ein Treffen zwischen zwei Welten, und somit werden Räume für erweitertes Bewusstsein für alle beteiligten ermöglicht. Eine Inklusion eben.

Daniel Eisenhut

Projekt Round Table: Inklusion

Daniel Eisenhut, Künstler, machte mich darauf aufmerksam, dass er Mitglied des Round Table Zürichs ist und in seinem Kunstprojekt gerne Menschen mit und ohne Autismus an einen runden Tisch vereinen möchte, ohne dass in irgendeiner Weise geregelt ist, wer wen einlädt.

Die Idee, dass Jeder Jeden einladen darf, keine Barrieren oder Grenzen von Definitionen von normal und behindert definiert sein müssen, gar obsolet sind, haben mich angesprochen. 

Dass sich bereits einige Männer mit Autismus für dieses Projekt haben porträtieren lassen, zeigt, wieviel es möglich macht.

Menschen mit Autismus werden selten von anderen Menschen eingeladen.

Weil sie oft mimisch, gestisch und verbal nicht zeigen können, dass sie interessiert sind an ihren Mitmenschen, wird fälschlicherweise angenommen, dass sie kein Bedürfnis hätten an sozialen Kontakten.

Hinzu kommt, dass die Alltagswelt nur zu ihren eigenen Bedingungen einlädt. Konkret: „Du bist eingeladen, wenn du auch mal was sagst, wenn du eine Meinung hast, wenn du mitlachst, wenn du zeigst, dass du uns magst,…“

Daniel Eisenhut lädt mit seinem Projekt zum runden Tisch ein auf eine Weise, dass auch Menschen mit Autismus sich als erwünscht erkennen und erleben.

Wenn Menschen ohne Autismus erfahren, dass Autisten auch dabei sind, wird über kurz oder lang die immer noch vorherrschende, etwas einseitige Sicht auf den Autisten verändert werden.

Im „Zeitalter der Inklusion“ ist dieses Kunstprojekt nicht nur spannend, sondern aus meiner Sicht von grosser Bedeutung.

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Matthias Huber

Vorstandsmitglied, hat selber Asperger-Autismus

The Club wurde an der Jedlitschka Gallerie in Zürich Oktober 2016 presäntiert.